in der aktuellen Diskussion zur "Beteiligung Aller" oder Basisdemokratie im Sinne des einzelnen, stimmberechtigten Souveräns, wird großteils über die basisdemokratischen Ambitionen der Piratenpartei gesprochen.

Kritiker sagen, es können nicht immer, alle, überall mitbestimmen. Das geht sich wissensmanagement-technisch und aus mehreren anderen Gründen nicht aus. Das mag stimmen, aber hierzu gibt es genügend brauchbare Lösungsansätze die ständig weiterentwickelt werden. In Island hat sich die Bevölkerung selbst eine neue Verfassung geschrieben - mehr Info unter: wo funktionierts?

bis sich rein internetbasierte Demokratie/Abstimmungsverfahren flächendeckend umsetzen lässt, wird aus Sicherheitsgründen und anderen Tatsachen (nicht alle Menschen gleich technisch versiert usw.) noch etwas Zeit vergehen.

Das Argument, Basisdemokratie sei zu mühsam und zu langwierig, kann man jedenfalls nicht gelten lassen - der Reformstau in Österreich ist weit mühsamer und langwieriger - also brauchts hier dringend Weiterentwicklungen - und es gibt in quasi allen Bereichen gut informierte und interessierte BürgerInnen die bereit sind an Reformprozessen teilzunehmen. Ein interessantes Beispiel ist etwa die Erstellung des alternativen Budgets der Initiative Wege aus der Krise.

Innovative Methoden der Prozessbegleitung gibt es zu Hauf, ein Trainingsformat Namens "The Art of Hosting" (die Kunst ergebnisorienterte Prozesse zu leiten oder die Kunst, Räume für qualitative Gespräche zu schaffen), welches seit einiger Zeit auch in der EU-Kommision verbreitet angewendet wird, zeigt wie man die vielen verschiedenen Methoden und Werkzeuge optimiert und flexibel einsetzt - moderiert, jedoch auch unter aktiver Mitwirkung der Beteiligten, es geht darum den Partizipationsprozess selbst mitzugestalten - oder auch um Demokratiereform mit Bürgerbeteiligung. Mittlerweile wird BürgerInnenbeteiligung in mehreren Bereichen auch in Österreich forciert, vor allem in [Vorarlberg - LINK - Büro für Zukunftsfragen] - hier hat man das Potential von Bürgerbeteiligung und partizipativem Arbeiten schon erkannt.

Im Handbuch Bürgerbeteiligung (frei zum Download links unten auf unserer Frontpage), gibt es einen guten Überblick über Chancen und Grenzen von Partizipation, die Verbindung und Optimierung durch neue Kommunikationstechnologie - und vor allem wird dargelegt dass gemeinsames Entscheiden, durch gut organisierte Prozesse mit umfassendem Informationsgehalt, die Gemeinschaft stärkt und Entscheidungen nachhaltig legitimiert.

viel Info zu diversen Trainings finden sie in unseren Terminen und zB auf www.partizipation.at und auch aufwww.participedia.net in Englisch.